Ich renne wie verrückt. Die Angst rennt mir hinterher und ist schneller. Ich höre auf jedes Auto jeden Menschen und ich renne.

Ich muss denken. Muss anfangen, klar, logisch und systematisch zu denken. Ich muss Ordnung reinbringen. Das Innere beruhigen.
Aufruhr. Als wäre in mir jemand drin. Wer ist das? Immer noch er?
Oder etwas kleines, das weint?
etwas Verdorbene. „du kleine Nutte“ sagt es.
etwas, das sowas wie ich ist?
Nicht zu vergessen, die Wut und der blanke Hass.
Ich muss dringend denken. Jetzt.
Egal. Endlich Zuhause aber auch dort fühle ich mich nicht mehr sicher.
Badezimmer. Duschen, heiß, immer heißer, bis die Haut rot wird. Alles brent. Da unten brennt alles und alles ist so widerlich. Ich bin widerlich. Ein Schnitt am Arm, immer mehr, Blut spült alles aus, Wasser spült alles ab, allen Dreck, alle Schuld, es bleibt nur noch der Hass.
Noch ein Schnitt, noch mehr Blut, es muss weg, er muss raus aus mir. Dann noch kotzen. Weg! weg! weg!!!!!
Geh! bitte geh endlich aus mir raus!