Auszüge aus alten Geschichten

„…..Ihre Gedanken und Gefühle schweiften immer wieder zu ihr und kehrten nicht mehr zurück in die Realität. Sie warf sich hemmungslos immer wieder in die Dunkelheit, schwamm im Untergrund in zähen, wabbernden Massen umher, sie liebte die Nacht und die Schatten, denn es waren die Orte wo sie träumen konnte. “

„Für Sam war Liebe nichts, was auch nur ein Funken Gutes in sich trug und warum sollte es diesmal anders sein? Warum sollte jemand der ihr sagte dass er sie lieben würde nicht genau das gleiche tun was auch alle anderen getan hatten. Liebe bedeutete Hass, Liebe bedeutete, Traurigkeit, verzweifelte Tränen, Panik, Wut, Leere, Todesangst, am ende nur Überleben mit unendlichem nie endenwollenden Leiden und Qualen…In ihr klaffte eine Wunde, ein Loch das immer größer zu werden schien, nichts und niemand konnte es füllen und sie hatte unvorstellbare Angst davor, dass es sie eines Tages vollkommen verschliengen würde. Jenes Loch war aus dieser Urangst entstanden, eine Wunde die im tiefsten Inneren ihres Herzens klaffte, die nie heilen wollte und aus der jeden Tag Blut strömte, sie konnte sich nicht erklären wieso sie überhaupt noch am Leben war, aber vielleicht lag es daran dass sie jeden Tag darum kämpfte, jeden Tag kämpfte sie um ihr Überleben… aber es machte sie müde, so unendlich müde. Es schien keinen Sinn zu haben weiter zu machen und wieso sollte sie nicht einfach aufgeben?
Man sagte ihr einmal, „die Kindheit ist die schönste Zeit in deinem Leben, es ist eine unbeschwerte Zeit und wenn du erwachsen wirst, wirst du noch den Ernst des Lebens erfahren“. Und sie stellte sich unweigerlich die Frage: „wenn das was ich in meiner Kindheit erlebt habe, schön und unbeschwert war, was würde jetzt noch auf mich warten!?“ Sie hatte unglaubliche Angst vor dem Erwachsen werden. Sie konnte es vielleicht auch einfach nicht fassen, dass ihre kindheit vorbei war, bevor sie jemals nur einen tag kind sein durfte.

„Ich bin das, was übrig ist. Ich bin Es. Ich bin das, was überlebt, ein Schatten dessen, was war, eine Ahnung dessen, was sein wird, die Hülle, der Platzhalter, die leiblichen Überreste, das klebrige Zeug, was zurückbleibt, wenn ein Mensch verfault.“

Ein stück Vergangenheit kommt zu besuch.

Wisst ihr was ? Das schlimme am Überlebende sein ist, dass du nicht ausweichen kannst, du kannst nur durch: mitten durch Schmerz. Deshalb mache ich euch die Türe auf. „Hallo Hass, Hallo Schmerz, Hallo Wut“ Hereinspaziert.